Halo 5: Guardians

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Halo gehört mit zu meinen liebsten Spielserien, liegt aber u.a. auch einfach daran, das ich 2 oder 3 Jahre auf den ersten Teil gewartet habe, den Wechsel vom Mac zu XBox “mitgefühlt” habe und dann an Weihnachten meine erste XBox samt Halo, Sega GT 2002 und Jet Set Radio Future auspacken konnte. Halo und Weihnachten gehören seitdem für mich irgendwie zusammen, quasi mein Weihnachtsspiel.

Meine Liebe zu Halo hat mit Teil 2 und 3 etwas nachgelassen, für mich waren das damals schon eher schwache Spiele, die Solo und Coop zu wenig Unterhaltung boten. Man mag hier auch gerne erwähnen, das ich nicht der größte Multiplayer-Mensch des Planeten bin. Mit Reach und Halo 4 ging es dann wieder steil Berg auf, gefolgt von nun Halo 5. Zu behaupten, es wäre das Spiel des Jahres, ist für mich immer noch falsch, da gab es klar bessere Games. Aber es ist nun mal Halo.

Ich hab die Kampagne auf Normal beendet, werde sie aber noch das ein oder andere mal angehen, Legendär sollte zumindest im Coop schon drin sein. Zur Story wird im letzten Abschnitt noch etwas kommen, evtl. sind da dann auch Spoiler drin. Daher erst mal zur Grafik: Es sieht schon wirklich gut aus, dicke Explosionen, coole Waffeneffekte und einige Level, z.B. auf Sanghelios sehen richtig schön aus und laden zum bestaunen der Umgebung ein. Leider ist trotzdem nicht Schluss mit öden Korridoren und langweiligen Innenleveln. Ich befürchte die werden in Halo nie sterben, zumindest ist man jetzt schon weit weg von der “Bibliothek” in Teil 1. Allgemein sind die Farben sehr satt und abwechslungsreich und grenzt sich, wie schon bis Teil 4, alleine farblich sehr stark von der Konkurrenz ab. Nieder mit den braunen und grauen Farbtönen! Sound-technisch gibt es auch mächtig auf die Ohren, der Soundtrack passt gut zum Geschehen und die Action hört sich einfach nur genial an. Halo 5 ist zum Vorzeigetitel der XBox One geworden, so wie es sich für Exklusivtitel eben gehört.

Aber: Nicht-Shooter-Freunde sollen gewarnt sein. Halo 5 ist nach wie vor ein Halo-Spiel. Es wird geballert, geschoßen, Granaten geworfen, Gegner überfahren und geschlagen. Daran hat sich nichts geändert, auch die Aneinanderreihung von Setpieces ist wie immer gleich beständig und abwechslungsreich. Wer mit den bisherigen Halos nie warm geworden ist, kann hier aber ruhig rein schauen, da ein paar Sachen angepasst und modernisiert worden sind. So gibt es jetzt ein Iron-Sight-Zielmodus, rein aus der Hüfte schießen ist aber auch noch möglich, funktioniert auch immer noch genauso gut. Ein Kritikpunkt mag für einige da draußen die Story und die dazu gehörige Werbekampagne sein, mir hingegen hat es gefallen und war auch alles wie es eben zu erwarten war. Man darf sich bei Halo auch nicht belügen: Existenzielle Fragen werden höchstens im Nebensatz besprochen. Der Rest kommt in Büchern, Serien (z.B. “Halo: Nightfall”) oder in einem Wiki.

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Und jetzt noch kurz zur Handlung. Daher Spoiler-Gefahr.
Master Chief verfolgt Cortana, die scheinbar zum Bösen gewechselt ist. Locke verfolgt Master Chief. Es gibt keinen spannenden Showdown, da sich die beiden nur 1-2 mal in der Kampagne begegnen, anders wie in der Werbekampagne suggeriert wurde. Tut dem Spiel nicht weh, ich hätte auch komplett ohne Master Chief gespielt um rein die Perspektive von Locke zu haben. Denn der John-117 ist auch ein Antagonist in der Handlung, zumindest bis zum letzten Drittel. Er widersetzt sich befehlen und macht sein eigenes Ding, die Verfolgung ist also gerechtfertigt. Allerdings war schon zu früh klar, das Cortana den Schuss nicht gehört hat und einfach eine Erziehungsschelle braucht. Dadurch verpufft die “Hunt” ein bisschen, unterhaltsam bleibt es trotzdem. Locke ist auch irgendwann im Spiel ganz sympathisch. Nun heißt es warten was Halo 6 bringt.

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