The Beginner’s Guide

“The Beginner’s Guide” lässt nicht nur sehr schwer beschreiben ohne zu viel vom Spiel zu nehmen. Auf den ersten Blick sieht es aus wie die in Massen erscheinenden “Walking Simulators” die mit einem “narrative drive Story Telling” werben und am Ende nur ein paar Stunden Wanderung entsprechen.

Anders geht es hier zu, weil das Spiel auch nach gut 1,5 Stunden schon zu Ende ist. Die Grafik ist egal, der Sound ist egal, die Steuerung ist egal. Hier geht es rein um den Sprecher, die Geschichte die er erzählt und wie sehr ihr bereit seit euch auf diese Erfahrung einzulassen. Ich will diese Erfahrung nicht spoilern, lasst euch nur gesagt sein: Es ist eine emotionale Achterbahn.

Was kann ich also noch zu dem Spiel sagen, wenn schon nicht die Handlung verraten wird und der Rest relativ egal ist? Nichts.

Absolut gar nichts.

Das Spiel ist im Steam Sale gerade günstig zu haben und ich rate euch dazu dem Titel eine Chance zu geben. Es sind 1,5 Stunden und das Gefühl das man danach hat ist sehr selten nach Blockbustern und Triple-A-Titeln zu finden.

Tim Lebbon – Alien: Out of the Shadows

Alien: Out of the Shadows ist ein Titel der auch direkt aus der Hölle stammen könnte. Viel zu viele Worte, alle irgendwie nichts sagen, weswegen das Buch auch über ein Jahr an mir vorbei gezogen ist. Und das obwohl das Alien Franchise in den letzten Jahre mit Aliens vs. Predator (2010), Aliens: Colonial Marines (2013) und Alien: Isolation (2014) neue Aufmerksamkeit bekommen hat. Zum Teil sehr negativ (A:CM), im Falle von A:I aber auch sehr positiv.

Worum gehts? Aliens. Hier war keine Überraschung zu erwarten, auch ist vieles der Handlung bereits zu Beginn klar. Der Cast ist gut sichtbar aufgeteilt in “Ihr kommt bis zum Ende, aber schafft es nicht” und “Ihr habt so gar keine Chance”. Es hat trotzdem Spaß gemacht den Entwicklungen und damit dem Handlungsstrang zu folgen. Ein großer Vorteil für Quereinsteiger dürfte dann die Tatsache sein, das man keine Ahnung von Alien haben muss. Alles relevante wird im Buch offen gelegt, da man wieder mal eine Truppe an unerfahrenen um sich hat.

Und das ist auch schon eines der Probleme des Buches: Wer die Filme, Bücher oder Spiele der Franchises Alien, Predator oder Alien vs. Predator kennt, findet zu viele Wiederholungen zu bereits bekannt Handlungssträngen. Die absolute Ahnungslosigkeit, die panische Angst, das mangelnde Vertrauen in Ripley, alles alt und bekannt. Und weil wir schon bei Ripley sind. So sehr ich den Charakter in den Alien / Aliens Filmen mag, so anstrengend finde ich ihn in dem Buch. Die Schuldgefühle bezüglich ihrer Tochter Amanda sind schon sinnig und schlüssig, ich brauche sie aber nicht alle paar Seiten erneut lesen. Das wird eben anstrengend. Abwechselnd mit Ripleys nerviger, aber unabsichtlicher schlechten Mutterrolle haben wir mit  Hooper das männliche Gegenstück, das freiwillig Frau und Kinder im Stich gelassen hat.

Im Verlauf der Handlung erfährt man dann ein bisschen mehr über den Planeten LV178, die Minenarbeiten und bekommt auch genug Aliens zu Gesicht. Leider wird hier auch nichts neues geboten. Keine weiteren Informationen über die Aliens, deren Herkunft oder sonstiges.

Es ist ganz cool und spaßig zu sehen was mit Ripley zwischen Alien und Aliens passiert ist und wird hier auch packend präsentiert. Die Entwicklung Ripleys innerhalb des Canons wird durch das Buch klarer gezeichnet und ist am Ende des Tages auch sinniger als es für mich bisher der Fall war. Für Franchise-Fans oder Leute die einfach nur Bock auf eine unterhaltsame SciFi-Geschichte haben kann man eine Empfehlung aussprechen. Es gehört definitiv zu den besseren Bücher die Franchises angehören.

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