Life is Strange

Auf den ersten Blick hört sich Life is Strange an, als wäre es ein weiterer Titel von Telltale Games, obwohl das LiS gar nicht mal von den Jungs stammt. In vielen Trailern, In-Game-Videos und Berichten wirkte es auf mich als wäre es eher ein “me too!”-Titel anstatt ein positiver Schritt für das mittlerweile doch stark angestaubte Genre der Adventures. Ich habs mir irgendwann mal um den Release der ersten Episode gekauft, natürlich gleich mit Season Pass, ohne das Game gezockt zu haben oder überhaupt drüber nach zu denken. Ich hab auch komplett das Spiel aus den Augen verloren bis eben die fünfte und letzte Episode veröffentlicht wurde. Meine Twitter-Timeline ist explodiert und ich habe nur noch gehört “Spiel das SPIEL!”. Gesagt getan.

Und ich so “Mhkay”
So richtig wollte mich das Spiel zu Beginn gar nicht packen, liegt vielleicht daran das mein erster Eindruck der Hauptdarstellerin eher negativ war. Gefühlt war sie eine der typischen Artsyfartsy-Emo-Hipster-Kids womit ich mich eh nicht wirklich identifizieren kann. Im Laufe des Abenteuers wurde mir Max dann doch sympathischer, auch wenn ich Emo-Hipster-Kid immer noch stehen lassen würde. Ihr werden mit einer kleinen Cutscene direkt ins Spiel geworfen, schaut euch ein bisschen um und lernt so erste Spielmechaniken kennen. Soweit so alt und auch irgendwie nicht besonders spannend. Das ändert sich aber in den ersten 5 Minuten, denn ihr stellt überraschenderweise fest, das ihr die Zeit manipulieren könnt. Bis dahin lauft ihr hübsch inszeniert durch Schulgänge zur Toilette um eure Emophase zu überstehen. Das hört sich jetzt nicht sehr positiv an, aber durch die Musik die läuft und die Abgrenzung zur Umwelt die hier entsteht wirkt das schon sehr cool. Eher ihr euch verseht seid ihr auch schon auf der Toilette und das Spiel legt los.

Und ich so “What…?”
Was folgt ist eher klischeehaft und bringt die Handlung ins Rollen. Jemand stirbt. Been there, seen that. Warum ist das nun was besonders? Weil ihr in dem Moment realisiert, das ihr die Zeit manipulieren könnt und ein paar Sekunden zurück “reisen” könnt. Ganz ohne Auto oder Maschine. Das hat Potenzial und hat mich natürlich hoffen lassen, welches auch gleich im ersten Rätsel gezeigt wird: Manipuliere die Zeit um den Mord zu verhindern. Super Sache, mit Superkräften gutes Tun, zwar nicht neu, aber immer wieder cool. Warum ihr das nun könnt, müsst ihr selbst raus finden!

Und LiS so “Hier Rätsel…”
Natürlich wird so ein Feature massiv in Rätseln eingesetzt, die sind von grenzdebil bis wirklich unterhaltsam, aber nie wirklich schwer oder anspruchsvoll. Wer denken will ist hier falsch. Auf der einen Seite ist das schade, denn es wären bestimmt viele interessante Rätsel möglich gewesen, auf der andren Seite hätte das den Spielfluss eventuell nur zu sehr gebremst. Ich finde, das der gefunden Weg schon ganz gut ist und man dadurch eben auch unterhalten wird. Ein ganz cooles Beispiel für ein Rätsel geht ungefähr so:

  • Beobachtes was im Raum passiert (Es wird auf eine Person geschossen)
  • Finde die relevanten Gegenstände (Hammer & Glasscheibe für den Feueralarm)
  • Sammel sie in der richtigen Reihenfolge in dem zu die Zeit manipulierst  (Verschiebe Kiste, hole Hammer, spule in der Zeit zurück)
  • Setze sie dann wieder in der richtigen Reihefolge ein (Schlage mit Hammer auf Feueralarm)

Solche gibt es viele, in kritischen Situationen kann man etwas weiter zurück spulen um damit seinen eigenen Tod zu verhinden. Besonders wichtig finde ich: Gegenstände die man vor dem Zurückspulen besitzt bleiben auch im Inventar. Dadurch ist es möglich, Rätsel wie das oben beschriebene zu lösen.

Und LiS so “Dialoge sind der Shit!”
Ein Adventure braucht Dialoge, das sollte jedem bewusst sein. Allerdings übertreibt es LiS manchmal, denn auch hier kann man das Zeitfeature verwenden. Dadurch kann  man neue Informationen aus dem aktuellen Dialog einfach nach dem Zurückspulen verwenden ohne das die Person gegenüber jemals etwas zu dem Thema gesagt hat. Hört sich eigentlich cool an, aber die Dialoge sind lang und brechen in unterschiedliche Pfade auf. Da hilft mir auch der Skipbutton nicht, denn am Ende muss ich trotzdem alle Dialogoptionen prüfen, nicht das ich noch mehr Informationen verliere oder übersehe. Das bremst meines erachtens den Spielspaß, was wirklich traurig ist, denn die Dialoge sind gut vertont, machen zunächst Spaß. Nur eben nicht mehr nach dem dritten Anhören. Hier wäre weniger tatsächlich mehr gewesen.

Und dann wieder “WHAT?!”
Cliffhanger, Teaser und offene Episodenenden. Ihr werden das ein oder andere mal mit einem “WHAT??!!” zurück gelassen und solltet dann auch wirklich weiter spielen. Auch wenn die Dialoge nervig sein können und ihr manchmal nach einem Gegenstand etwas länger suchen müsst: Es lohnt sich.
Life is Strange ist eigentlich das erste Spiel mit “Meinungsfreiheit”, in dem ich Einfluss auf das Charakterverhalten nehmen, bei dem ich wirklich Entscheidungen überdachte habe und mir Gedanken zu den Konsquenzen gemacht habe. Woran das liegt? Die Erzählung ist so viel besser als in den Telltale-Spielen! Dazu kommen noch Charaktere die einem ans Herz wachsen, die einem wichtig werden und für die man die richtigen Entscheidungen treffen will. Da mag Max die Emo-Tuss von neben an sein und Chloe eine klischeehafte Gothic-Darkness-Whatever-Chicka sein: Die Charaktere und deren Interaktionen wirken natürlich, die Handlungen machen Sinn und sind nachvollziehbar. Die Welt ist realistisch und macht Spaß.
Life is Strange gehört damit für mich zu einem der besten Spiele auf der aktuellen Konsolengeneration. Es packt einfach, lässt nicht mehr los und kann einem die Nacht kosten.

 

Magisso Teetasse

Mittlerweile bin ich dazu übergangen viel Tee zu trinken, sowohl im Sommer als auch im Winter. Ich bin auch kein Fan des Beuteltees, mit einer Teekugel oder Papierfiltern wollte ich mich auch nie recht zufrieden geben. Ich wollte einfach irgendwas cooleres. Etwas wo ich sehr faul sein kann. Für die Teekugeln braucht man einen Teller, die Papierfilter müssen in den Müll, alles keine gute Lösung wenn man faul im Bett ein Buch liest. Was ist also die Alternative?

magisso

Sowas hier: eine Magisso Teetasse. Auf der einen Seite kommt der Tee in ein kleines Gitter rein, dann schüttet man Wasser in die Tasse und wenn der Tee fertig gezogen hat, wird die Tasse einfach gekippt. Damit ist dann der Tee nicht mehr im Wasser, er zieht auch nicht mehr und man kann seinen Tee in Ruhe trinken und hat alles in einem. Für faule Menschen wie mich ist das perfekt.

Ich hab mittlerweile zwei von den Tassen, eine fürs Büro und eine für Zuhause, hätte aber wahrscheinlich auch mehr, wenn das gute Stück mit ca. 20€ nicht so teuer wäre. Man muss schon viel Tee trinken und auch sehr faul sein damit sich das rechnet.

Damit man sich das ein bisschen besser vorstellen kann, gibts von der Firma ein kleines Werbevideo mit merkwürdig schneller Musik. Ich gebe allerdings mein Wasser direkt über den Tee und das Gitter anstatt es einfach nur in die Tasse zu geben.

Das Gitter, auf dem der Tee liegt, kann man zur Reinigung leicht raus nehmen, dann einfach unter klarem Wasser abspülen, ein bisschen Seifen ist auch okay, allerdings dann wirklich gut abspülen. Die Tasse selbst kann man einfach in die Spülmaschine stellen, falls vorhanden.

Was für Tee ich dann am Ende in die Tasse gebe, das gibts vielleicht in einem anderen Post. Außer ich bin zu faul.

Amazon